Kaffeemühlen-Pflege

Hario Skerton zerlegtSeit ca. zehn Monaten habe ich die japanische Hand-Kaffeemühle Hario Skerton im Einsatz. Ich bin ziemlich zufrieden damit, sie ist einfach aufgebaut, funktionell und pflegeleicht. Stichwort pflegeleicht bedeutet, dass ich sie heute erstmals einer kleinen Reinigungskur unterzogen habe – das hätte ich auch schon früher machen können, habe aber schlicht bis heute nicht daran gedacht.

Hario Skerton, DetailKaffeebohnen sind ölig, also verschmutzt nach einiger Zeit jedes Mahlwerk mit einer pulvrig-öligen braunen Schicht, was sich irgendwann einmal sicher unhygienisch ausnimmt und auch den gemahlenen Kaffee geschmacklich beeinträchtigen dürfte. Auch werden sich die Zahnungen der Mahlkegel mit diesem Belag zusetzen, so dass die Mühle irgendwann nicht mehr gut mahlen wird.

Hario Skerton, Detail 2Die Skerton ist ganz leicht in ihre Einzelteile zu zerlegen. Die Glas-, Kunststoff- und Silikonkomponenten kann man in der Spülmaschine reinigen (das habe ich jedoch nicht gemacht), die Metallteile putzt man am besten nur leicht feucht ab, und für die beiden keramischen Mahlwerk-Bestandteile nimmt man eine kleine Bürste und bürstet den braunen Besatz unter warmem fließendem Wasser weg.

Hario Skerton, Detail 3Das alles dauert nur wenige Minuten, jedoch sollte man anschließend alle Teile gut abtrocknen lassen, bevor man sie wieder montiert. Etwas Vorsicht ist geboten bei den feinen Schräubchen, mit denen das Kegelelement im Mühlenkörper befestigt wird. Sie drehen direkt ins Plastikgehäuse, und diese kleinen Gewindelöcher werden irgendwann ausgedreht sein.

Da bei der Demontage die mit dem Bügel-Element fixierte Mahlgradeinstellung verloren geht, habe ich mir mit einem kleinen Trick geholfen, diese Stellung wiederzufinden:

Hario Skerton, die MechanikIch habe einen der Zähne an der Fixiermutter mit Filzstift markiert, diesen zu mir hin ausgerichtet und einfach die Anzahl voller Umdrehungen gezählt, bis ich die Mutter lose abheben konnte. Bei der späteren Montage entsprechend umgekehrt erreichte ich wieder dieselbe Position am Gewinde und der Mahlgrad dürfte derselbe sein wie zuvor.

Nun ist die Handmühle wieder sauber und bereit für frisch zu mahlende hochwertige Kaffeebohnen…

Hario Skerton, gereinigt

2 Gedanken zu „Kaffeemühlen-Pflege“

  1. Moin Boris,

    auf der Suche nach Hinweisen zum Stumpfwerden des Mahlwerks bin ich auf dein Posting gestoßen. Ich habe die gleiche Mühle – und leider das Problem, dass die Bohnen nicht mehr so gut zermahlen werden wie zu Anfang. Es dauert ewig, die Mühle scheint stumpf geworden zu sein. Dabei war sie nur ein Jahr in regelmäßiger Benutzung (Reinigung ebenso regelmäßig). Hast du ähnliches mittlerweile festgestellt?

    Viele Grüße
    Julia

  2. Hallo Julia,
    ich habe bisher nichts Derartiges festgestellt, muss aber sagen, dass ich die Mühle seit ein paar Monaten nicht mehr benutze. Zur Zeit nutze ich meine kleine Porlex Mini (max. 2 Tassen), die ist schneller, ohne dass ich jetzt genau wüsste, warum.

    Aber ich kann mir bei der Skerton aufgrund des Keramikmahlwerks keine so schnelle Abnutzung vorstellen. Das sollte bei Kaffeebohnen eigentlich unmöglich sein.

    Was ich aber bei beiden Mühlen gemerkt habe, ist, dass die Kaffeesorte eine Menge ausmacht, was das „Mahlgefühl“ angeht. Ich hatte welche, die gingen wie Butter durch, andere eher wie Steine.

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