Musik, wieder digital im Heimnetz

Nach dieser Episode und einer weiteren mit USB-Festplatte am Cambridge Audio 752 BD nun eine neue Variante. Diesmal wieder im Heimnetz:

Habe mir just einen dieser vielseitigen Raspberry Pi– Einplatinencomputer angeschafft, da ich erfahren hatte, dass man auf diesem Dingens auch wunderbar einfach mit der DLNA-Serversoftware miniDLNA (neu: ReadyMedia) unter Linux, die ich schon auf dem Desktop-PC installiert habe, einen Medienserver für’s Heimnetzwerk aufbauen kann.

Raspberry Pi 3
Meine Medienserver-Konfiguration: Raspberry Pi 3 mit USB-Festplatte am LAN-Switch

Raspberry-Komplettpäckchen mit Gehäuse, Kühlkörpern, MicroSD-Karte sowie Netzteil und HDMI-Kabel bekommt man von verschiedenen Anbietern für rund 60 €.

Zur Installation:

Zur Betriebssysteminstallation und Einrichtung des kleinen Computers benötigt man kurzzeitig eine Tastatur per USB und einen Monitor per HDMI sowie eine Maus per USB zur bequemen Bedienbarkeit. Ans Netzwerk (bzw. den Router) schließt man den Kleinen zuerst einmal per Netzwerkkabel an. Installiert wird beim ersten Start ein Linux namens Raspbian, das auf Debian basiert und mit komfortabler grafischer Oberfläche ausgestattet ist. Das alles dauert kaum eine halbe Stunde, man installiere schließlich noch (oder hier) den Medienserver miniDLNA aus dem Raspbian-Softwarevorrat und richte diesen nach den häuslichen Gegebenheiten ein.

Zum späteren leichten Zugriff auf den Raspberry ohne Tastatur und Monitor benötigt man noch den VNC-Fernzugriff-Server xrdp auf dem Gerät sowie eine Clientsoftware wie z.B. Remmina auf dem Desktop-PC.

Zum Datentransfer vom Desktop-PC zum Raspberry empfiehlt sich z.B. Filezilla und eine SSH-Verbindung. Dazu muss man zuvor einmal den SSH-Serverdienst auf dem Raspberry starten.

Der Fernzugriff klappte bei mir unproblematisch ohne weitere Konfigurationsarbeiten, auf diese Weise kann man den Kleinen komfortabel vom Desktop aus bedienen und z.B. später mit neuen Mediendateien beschicken.

Meine Geräte-Konfiguration:

  • Raspberry Pi 3 als DLNA-Server mit USB-Festplatte (1 TB), auf der die Mediendaten liegen, per Netzwerkkabel via Switch ins Heimnetz eingebunden, zusätzlich per WLAN erreichbar
  • Cambridge Audio Azur 752 BD (Multiformatplayer) als DLNA-Player ebenfalls per Kabel am Switch, ebenfalls zusätzlich per WLAN erreichbar (zuzüglich Onkyo-Receiver, Lautsprecher und TV-Gerät)
  • 10-Zoll-Tablet (Android) mit BubbleUPnP als DLNA-Bedienungssoftware – das Mediencenter auf dem Tablet, mit dem sämtliche DLNA-fähigen Geräte im Netz gesteuert werden können

 

 

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