Kategorien
Allgemein Anmerkungen

Karl Lauterbachs Polizeistaat

(Lesedauer: ca. 1 min)

SPD-Politiker Karl Lauterbach offenbart sich als Grundgesetzgegner und forderte heute den unvermittelten Übergang in einen totalitären Gesundheits- … Polizeistaat.

Mancher Politiker ist doch erstaunlich nah am Faschismus gebaut, muss nur ein paar Runden zuviel im Hysterie-Rad drehen und schon ist das dünne Mäntelchen der freiheitlichen Demokratie weggeweht.

Man sollte den Herren mit dem Netz einfangen und eine Zeitlang vom Verfassungsschutz beobachten lassen.

(Wenn wir nicht gerade einen Verfassungsschutz hätten, der gelegentlich selbst vom Verfassungsschutz beobachtet werden müsste…)

Update 30.Oktober – ein Rückzieher

Heute, die Empörung ist wohl angekommen, erfolgte ein (vorläufiger…) Rückzieher von der bekundeten Idee, die Polizei Privatwohnungen auf das Einhalten der Regeln und Verordnungen kontrollieren und gegebenenfalls private Feiern verhindern zu lassen.

Aber diese »proaktive« Idee ist jetzt schon einmal in der Welt. Das ist immer der erste Schritt, das Muster ist bekannt.

Genau wie die andere gute Idee, die inzwischen unverhohlen diskutiert wird, »vermeintliche Datenschutzbedenken« bei der Corona-Warn-App auszuhebeln, Datenschutz angesichts Corona als »heilige Kuh« zu betrachten und die lokale Ermittelbarkeit von Kontakten aus der App durch die Gesundheitsämter vor Ort durchzusetzen. Also auf einen zentralen Datenspeicheransatz umzuschalten und die App-Nutzer im Kontaktfall behördlich identifizierbar zu machen.

Ich bin sicher, die Hand steckt schon in der Schublade, in der die Forderung liegt, die Freiwilligkeit der Nutzung der CWA abzuschaffen zugunsten der Nutzungspflicht.

Mal sehen, wie viele Tage es noch dauert, bis die Forderung offen formuliert wird…

Kategorien
Allgemein

Lockdown,konsequent gedacht

(Lesedauer: ca. 2 min)

Die Deutsche Ministerpräsidentenregierung unter Vorsitz der Bundeskanzlerin hat den nächsten »Lockdown« des Alltagslebens für den November beschlossen. Um die Kontaktmöglichkeiten der Bevölkerung so weit wie möglich »herunterzufahren«, wird der Veranstaltungs-, der Gastronomie- und der Freizeitbetrieb weitestgehend eingestellt. Damit soll die Weiterverbreitung des Corona-Virus wirkungsvoll gebrochen werden. Die Kontaktmöglichkeiten der Menschen werden stark eingeschränkt:

Abstand halten und Kontakte verringern – das gehört zu den wichtigsten Maßnahmen. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Angehörige zweier Haushalte treffen – maximal zehn Personen. Dies gilt verbindlich und Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen werden entsprechend von den Ordnungsbehörden sanktioniert. Feiern auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen und privaten Einrichtungen werden als „inakzeptabel“ bezeichnet.

https://www.tagesschau.de/inland/corona-regeln-november-101.html

Wir alle sollten das – freiwillig – konsequent, aber wirklich konsequent umsetzen. Wir bleiben wirklich weitestgehend kontaktfrei und meiden alle Situationen, wo wir mehr als absolut nötig in zufälligen Kontakt mit fremden Personen geraten können. Das heißt, auch Einkäufe im Einzelhandel schränken wir auf das unbedingt Notwendige ein: Lebensmittel und Artikel des unmittelbaren persönlichen Bedarfs.

Einkaufszentren und -Meilen, Kaufhäuser, den Einzelhandel von Konsumgütern des nicht unmittelbaren Bedarfs meiden wir konsequent.

Kleidung, Elektroartikel, Spielsachen u.a.m. kaufen wir online ein und lassen sie uns liefern.

Darüber hinaus meiden wir, wo immer möglich, öffentliche Verkehrsmittel und nutzen eigene Füße, Fahrräder, Motorroller, Motorräder und Autos.

Das mag gewisse Folgen nach sich ziehen, aber Konsequenz in der Eindämmung des Virus ist nun einmal dringend angezeigt. Da sollten wir keine fragwürdigen halben Sachen machen.

Der von unserer Ministerpräsidentenregierung eingeleitete »Lockdown light« ist nicht konsequent und wird sein Ziel nicht in erforderlichem Ausmaß und Zeit erreichen.

Kategorien
Allgemein

Alles ein Traum

(Lesedauer: ca. 2 min)

Ab und zu fahre ich mit dem Motorrad durch die westlichen Frankfurter Vororte, in und um Sossenheim habe ich die ersten dreißig Jahre meines Lebens – damit auch meine Kindheit und Jugend – verbracht. Das sind kleine Nostalgie-Runden und ich lasse dabei gerne Ereignisse dieser Zeit an diesen Orten Revue passieren. Natürlich sehe ich auch gerne, wie sich mein damaliger Lebensraum inzwischen verändert hat und sich heute weiter verändert. Ich habe mich ja auch verändert…

Heute bin ich wieder einmal durch meine alte Wohn-Siedlung gefahren, eine typische Siedlung des Sozialen Wohnungsbaus vom Anfang der Sechzigerjahre. Da passierte es wieder einmal, dass mir ein im ersten Moment sehr seltsamer Gedanke kam:

Was, wenn alles seit dieser früheren Zeit ein langer, lebhafter, detailreicher und intensiver Traum war?

Ich wache auf, stehe auf, ziehe den Rolladen hoch – es ist kurz vor halb 8 Uhr morgens, Samstag. Ich bin 16 oder 17 Jahre jung. Ich schaue kurz in die Küche, meine Mutter bereitet den Frühstückstisch vor. „Morsche!“ „Morsche, mein Schatz!“

Mein Vater verlässt das Bad. „Morsche!“ „Morsche“ antworte ich. „Wie sieht’s aus? Fahr’n wir nachher mal rüber zu Tante Hilde und Onkel Heinz? Hast du Lust?“ „Joahh…“ „Gehst du vorher mit Mutti einkaufen, ich muss noch was am Auto machen…“ „Mach‘ ich!“ Mutti: „Was wollt ihr heute Mittag essen? Wir machen nur was Kleines, denkt dran, heute Abend sind wir beim Onkel Fritz!“

Nach dem Frühstück gehe ich mit meiner Mutter einkaufen, später fahre ich mit meinem Vater zu meiner Tante Hilde und Onkel Heinz, dem älteren Bruder meines Vaters. Ein Samstag-vormittäglicher Kurzbesuch, wie wir es öfters bei einigen Verwandten machen.

Später, am frühen Nachmittag werde ich noch mit meinem Moped zu einem Freund in die andere Siedlung… …

Nein, kein Traum.

Die Realität ist hier und jetzt. Dieser fiktive Samstagmorgen entspringt der Erinnerung. So hat es sich oft zugetragen, das war ein Teil meiner Jugend, ich erinnere mich daran in allen Farben und Facetten, mit Ton, mit Glanz und Sonnenschein. Eine doch sehr weitgehend glückliche Jugend in einer wunderbaren Familie in der späten Mitte der Siebzigerjahre.

Ich mag diese Erinnerungen, natürlich und vor allem an die Menschen, meine Familie und Verwandten in dieser Zeit meiner Jugend – die es heute nicht mehr gibt.

Ich mag aber auch die Distanz der zahlreichen Jahre, die seitdem ins Land und in mein Leben gegangen sind. Ich lebe längst nicht mehr in Sossenheim, ziemlich genau die Hälfte meines Lebens lebe ich dort nicht mehr – und das ist schön so. Ich würde heute auch dort nicht mehr leben wollen.

Ich bin sicher, das muss so sein.

Aber ich würde es spannend finden, mit einer kleinen Zeitmaschine einmal nur für einen Tag zurückreisen zu können. Zum Beispiel zu diesem Samstag, wie ich ihn eben beschrieben habe…

Kategorien
Allgemein

Bundesweiter Warntag

(Lesedauer: ca. 1 min)

Heute ist… war bundesweiter Warntag.

An diesem Tag werden sich in ganz Deutschland zeitgleich Warn-Apps bei ihren Nutzerinnen und Nutzern melden, Sirenen heulen, Rundfunkanstalten ihre Sendungen unterbrechen und Probewarnungen auf digitalen Werbetafeln erscheinen. (…) Pünktlich um 11 Uhr am 10. September werden zeitgleich in Landkreisen und Kommunen in ganz Deutschland mit einem Probealarm die Warnmittel ausgelöst.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/warntag2020-1780552

Ja. Hm. Sirenen gibt es in Frankfurt m.W. keine mehr, die aus meiner Jugend bekannten pilzähnlichen Gebilde auf vielen Dächern wurden irgendwann abgebaut. Es hat ja in den letzten Jahrzehnten auch eher wenige Luftangriffe gegeben.

Über Warn-Apps auf Mobilgeräten verfüge ich nicht, Radio und Fernsehen waren um 11 Uhr ausgeschaltet und digitale Werbetafeln habe ich hier in meiner Ecke überhaupt noch keine wahrgenommen.

Irgendwie blieb ich also ungewarnt… 🙁

Zum Glück ist nix passiert.

Update um 19 Uhr

Laut Bundesinnenministerium war der bundesweite Warntag ein »Fehlschlag«. Es hat wohl zahlreiche Pannen und Verzögerungen gegeben, so dass eben nicht bundesweit um 11 Uhr über alle Systeme gewarnt wurde und dementsprechend auch 20 Minuten später die Entwarnungen ausblieben. Auch die Meldungen über Warn-Apps auf Mobilgeräten kamen – wenn überhaupt – wohl nicht zum avisierten Zeitpunkt an.

Jetzt will man den Schlamassel analysieren und aufarbeiten.

Irgendwie blieb ich also ganz folgerichtig ungewarnt… 🙂

Zum Glück ist ja nix passiert.