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Guter Kaffee – Oder lieber Starbucks?

(Lesedauer: ca. 1 min)

Gerade läuft auf Arte die Dokumentation über den Kaffee-Riesen Starbucks »Starbucks ungefiltert«. Hinterfragt wird das Geschäftsmodell insgesamt, das behauptete soziale Engagement, das Marketing, die Versprechen gegenüber den Kunden. Wesentlicher Teil des vom Konzern in Richtung seiner Kunden vermittelten Bildes ist der gesellschaftliche Wert, der damit verbunden sein soll, Kaffee von und bei Starbucks zu trinken – so etwa:

Du trinkst Starbucks Kaffee, weil du es dir leisten kannst. Es ist etwas Besonderes, es dir leisten zu können, Starbucks-Kaffee zu trinken.

Deswegen zahlen überzeugte Kunden auch ohne Weiteres den höheren Preis der Kaffees gegenüber anderen gastronomischen Kaffeeangeboten.

Ich kann dazu nur sagen:

Ich zahle noch mehr Geld für Kaffee. Ich trinke mehrere Sorten hochwertiger Kaffees im gelegentlichen Wechsel, wofür ich je Pfund Bohnen zwischen 11 und 15 Euro bezahle. Ich brühe selbst von Hand auf und nutze dazu hochwertiges Equipment u.a. von Hario.

Ich lege keinen Wert auf Kaffee-to-go, und gute Cafés verwenden gute Kaffees von ortsansässigen Röstereien. Dort bin ich gelegentlich gerne zu Gast.

Ich lege großen Wert auf hohe Kaffee-Qualität – die ich bei Starbucks sicher nicht bekomme – und ich bin froh, dass ich es mir leisten kann. Das ist für mich etwas Besonderes. Deswegen habe ich weder, noch werde ich jemals eine Starbucks-Filiale betreten.

Weil ich es mir leisten kann…

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Die kluge Mehrheit

(Lesedauer: ca. 1 min)

Am vorgestrigen Samstag haben in Frankfurt anfangs rund 300, später dann bis zu 500 Personen (vorgeblich) gegen die Einschränkungen angesichts der Corona-Pandemie demonstriert.

Wie viele davon anteilig wortführende Rechtsradikale, Nazis, Verschwörungsesoteriker, sogenannte »Impfgegner«, »Reichsbürger«, andere Meinungs-Sonderlinge oder bloß irritierte Mitläufer waren, die glaubten, für irgendetwas Gutes einzustehen und nicht in Wahrheit für dumme Parolen, Lügen und verschwörerischen Schwachsinn, ist wohl nicht festzustellen.

Leider wurde in den Medien nicht die gute Nachricht vermittelt, dass sich ca. 99,95 % der demonstrationsfähigen Frankfurter Bevölkerung nicht an diesem hanebüchenen Aufmarsch beteiligt haben.

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Allgemein Anmerkungen

Im lokalen Einzelhandel

(Lesedauer: ca. 1 min)

Da Saturn-Märkte auch wieder – mit Einschränkungen – geöffnet haben, wollte ich die Gelegenheit nutzen, mich zu meinem neuen PC mit einem neuen USB3-Hub auszustatten. Ich hatte gestern im Webshop der Kette geschaut und einige Modelle gefunden, die ich mir vor Ort gerne näher anschauen wollte, um mich dann für einen Hub zu entscheiden.

Nun, das war leider alles nicht so möglich, wie ich dachte. In Frankfurts MyZeil erreichte ich die Filiale rund fünfzehn Minuten nach morgendlicher Öffnung und musste feststellen, dass ich da schon ein gutes halbes Stündchen im Bereich vor einem der Eingänge hätte anstehen müssen, um die Filiale überhaupt betreten zu können. Ein vorübergehender Blick in einige Schaufenster zeigte mir zudem, dass lediglich die Hauptgänge und Bereiche vor (den wenigen) Infotheken frei gehalten waren. Alle Warenregal-Gänge waren mit Bändern abgesperrt. Ich hätte mich also innen noch einmal in einer Warteschlange anstellen dürfen und mir sicher nicht in Ruhe mehrere USB3-Hubs zur Entscheidung anschauen können.

Nein, so funktioniert das nicht.

Es wird also wohl noch eine längere Zeit dauern, in der ich lediglich in Supermärkten, Drogerien und Bäckereien vor Ort einkaufen und für alle anderen Erwerbungen den mir bekannten Onlinehandel frequentieren werde.

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Hiobsbotschaft x2

(Lesedauer: ca. 3 min)

Aufgrund von Zahlenangaben, die verschiedene Institutionen und/oder Personen gemacht haben, habe ich ein wenig gerechnet. Ich bin für gewöhnlich kein besonders guter Rechner, deswegen weist mich einfach darauf hin, wenn ich Unsinn gerechnet oder gedacht haben sollte.

1. Die Durchseuchung

Heute äußerte sich der Präsident des RKI, Professor Dr. Lothar Wieler, zum Stand der Entwicklung in Sachen Corona-Virus:

Erst wenn die sogenannte Durchseuchung der Bevölkerung bei 60 bis 70 Prozent liege, sei die Pandemie unter Kontrolle, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Derzeit liege man in Deutschland im einstelligen Prozentbereich.

https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-rki-103.html

Das hat mich veranlasst, ein bisschen zu rechnen, Zahlen gerundet:

Wir sind rund 83.000.000 Einwohner (EW). Davon haben sich bisher registriert infiziert: 160.000 EW. Ich haue einfach mal die dreifache Anzahl dunkelgeziffert oben drauf, dann sind es 640.000 EW.

Das entspricht 0,77 Prozent der Gesamtbevölkerung. Hierfür haben wir ziemlich genau zwei Monate gebraucht. Anfangs lag die Reproduktionszahl »R« noch ziemlich hoch (irgendwo bei 3?), inzwischen haben wir es geschafft, sie auf unter 1 zu drücken. Heute liegt sie wohl bei R=0,75. Wie dem auch sei, wir haben zur Zeit/inzwischen unter 1500 (registrierte) Neuinfektionen mit Covid-19 täglich. Ich haue auch hier einfach mal die dreifache Anzahl dunkelgeziffert oben drauf, dann sind es 6000.

Eine »Durchseuchung« der Bevölkerung von rund 65 Prozent (60-70 Prozent, siehe oben) bedeutete 53.950.000 EW, die infiziert gewesen sein müssen, damit die Pandemie unter Kontrolle wäre.

Bei der soeben angegebenen Neuinfektionsrate von 6000 EW pro Tag würde dieser Prozess (53.950.000/6000) 8992 Tage dauern. Das sind 24,6 Jahre. Äähhhh… ja.