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Schwarze Nullen

(Lesedauer: ca. 2 min)

Ich finde den Aspekt der »Schwarzen Null« der herrschenden Wirtschaftsideologie ja eigentlich auch gut: Ein ausgeglichener Haushalt ist was Feines. Im Grunde mache ich das ja auch so:

Ich achte darauf, am Jahresende ausgeglichene Finanzverhältnisse zu haben, besonders eben keine Schulden! Und ins neue Jahr gehe ich dann ohne Schulden und das halt ich das ganze Jahr durch.

Ich gebe nicht mehr aus als ich verdiene und aus Vermögensanlage erziele, bzw. ich sorge dafür, dass am Ende mehr als eine schwarze Null übrig bleibt: Ein kleines Plus muss schon sein.

Ich nenne das private Altersvorsorge durch Sparen und sinnvolle Geldanlage.

Wenn ich’s genau überlege: Ich mach nie Schulden. Ich kaufe grundsätzlich nicht auf Kredit.

Hier meine Empfehlung an alle Bürger:

Macht es auch so: Keine Schulden! Keine Kretdite!

Kontrolliert eure Einnahmen- und Ausgabenseite. Sämtliche Einnahmen werden aufgeteilt in:

  • Laufende Ausgaben und Anschaffungen
  • Bar-Rücklagen für besondere Fälle
  • Sinnvolle Geldanlage z.B. in ETFs und Aktien

Dann wird am Jahresende immer mehr als eine »Schwarze Null« übrig bleiben.

Das heißt aber auch:

Größere Anschaffungen macht ihr natürlich erst dann, wenn das Geld dafür auf die beschriebene Weise »erwirtschaftet« wurde.

Das neue Auto gibt es vielleicht nur alle acht bis zehn Jahre. Das reicht auch. Und es wird ein Auto sein, das zum Einkommen passt. Ok, das wird für die Autohersteller die Modellpalette zu den kleinen, sparsamen Autos hin verschieben und insgesamt die verkauften Einheiten mehr oder minder stark reduzieren. Ihr kauft ja (!) keine Autos mehr »auf Pump«. Denn das ist verboten.

Der Wunsch nach einem Eigenheim oder einer Eigentumswohnung ist womöglich der problematischste Fall, der eintreten wird:

Wohn-Eigentum werdet ihr euch bei den aktuell obszön überzogenen Immobilienpreisen gar nicht mehr anschaffen können. Vielleicht deutlich jenseits der Mitte Vierzig, wenn die Kinder aus dem Haus sind und ihr fünfundzwanzig plus Jahre dafür gespart habt. Es ist durchaus möglich, mittels vernünftiger langfristiger Geldanlage in fünfundzwanzig Jahren ein kleines Vermögen anzulegen, das einen Immobilienkauf ermöglicht.

Ihr müsst es nur tun!

Wenn ihr das alles macht und die Regel befolgt:

Keine Neuverschuldung! Es gilt der Primat der »Schwarzen Null«!

dann werdet ihr persönlich finanziell auf lange Sicht abgesichert und könnt zuversichtlich in eure Zukunft blicken. Ihr habt keine Schulden und eure Einnahmen und Ausgaben sind unter eurer Kontrolle.

Ok, verschiedene Wirtschaftsbranchen wie z.B. die genannte Autoindustrie und die Immobilienwirtschaft, die unverrückbar darauf setzen, dass ihr selbst niemals dem Primat der »Schwarzen Null« folgen werdet, werden sich massiv umstellen müssen, wollen sie nicht in wenigen Jahren auf der Müllhalde der Wirtschaftsgeschichte implodieren

1 Anwort auf „Schwarze Nullen“

Das Auto, der Individualverkehr, hat vielleicht den Zenit überschritten. Aber kann man sicher sein? Abgesehen von den Umweltaspekten scheint es so zu sein, dass jüngere Leute keinen Wert mehr auf Autos legen – jedenfalls nicht, um damit anzugeben. Aber als dieses Objekt habe ich es auch nie behandelt. Ich bin kein leidenschaftlicher Autofahrer. Anders gesagt, ich meide das Auto, wenn immer möglich. Aber – wir leben auf dem Land. Deshalb ist es als Fortbewegungsmittel bei den Defiziten des öffentlichen Nachverkehrs leider noch unersetzbar. Und da beginnt das Problem, dass Politik heute in der Gerechtigkeitsdebatte (Klimaschutz) haben dürfte.

Im Übrigen haben wir es so gehalten wie du. So ähnlich. Wir haben nämlich kein Verständnis vom Aktienmarkt und deshalb dort auch nie investiert. Schön ist, dass wir immer ohne Schulden ausgekommen sind. Wir hatten Glück im Beruf bzw. Jobs, die uns ein auskömmliches, vernünftiges Leben ermöglicht haben. Auch jetzt als RenterIn.

Ich wünsche dir noch mal hier an Ort und Stelle ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr. Hoffentlich bleibt alles ruhig.

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