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Mehrwertsteuersenkung – Konjunktur ankurbeln?

(Lesedauer: ca. 1 min)

Im Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 wird die Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent respektive 7 auf 5 Prozent gesenkt. Damit (u.a.) soll die Konsum-Konjunktur angekurbelt werden.

Die Mehrwertsteuersenkung wird den Bund knapp 20 Milliarden Euro kosten.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/faq-mehrwertsteuersenkung-101.html

Ich beziehe meine Rechnung auf die Anzahl von ca. 41,4 Mio privaten Haushalten in Deutschland und gehe davon aus, dass ein Anteil von rund 60 Prozent des o.g. Betrages tatsächlich beim Verbraucher ankommt. (Ach, ich unverbesserlicher Optimist!)

  • 60 Prozent von 20 Mrd EUR = 12 Mrd EUR
  • 41,4 Mio private Haushalte
  • 184 Tage

Demnach entfallen von der Senkung der Mehrwertsteuer auf jeden privaten Haushalt pro Tag:

  • 1,58 EUR, oder:
  • 48,30 EUR je Monat

Wie geschrieben, gehe ich optimistischerweise von einem Umfang von 60 Prozent aus, der bei den Verbrauchern tatsächlich als Bruttopreis per Mehrwertsteuersenkung ankommt. Ernsthaft bezweifle ich das aber stark und rechne eher mit nur maximal 40 Prozent (1,05 EUR bzw. 31,50 EUR). Dem Handel ist schließlich und grundsätzlich auch das Hemd näher als der Rock (Jacke..)…

Eine Antwort auf „Mehrwertsteuersenkung – Konjunktur ankurbeln?“

Es ist viel darüber zu lesen und ich kann die Argument einerseits schon nachvollziehen. Andererseits halte ich die temporäre Senkung durchaus für positiv. Vor allem, weil sie für alle Bürger gleich Wirkung entfaltet. Ein Argument höre ich übrigens ganz selten. Ich erinnere mich noch daran, wie stark die Kritik bei der letzten MwSt-Erhöhung war. Da haben sich die Medien nicht mehr eingekriegt und die Auswirkungen vor allem für die unteren Einkommensgruppen beschrieben. Jetzt ist das auf einmal total umgekehrt. Soviel zu der Glaubwürdigkeit und Ausgewogenheit der MSM.

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