Alte Blog-Zeiten

An anderer Stelle, dort, wo ich gerne lese, kam es die Tage mal zu einer kleinen Rückschau in Sachen Blogrollen von früher. Da dachte ich, dass ich doch mal schauen müsste, wessen Blogs und Seiten ich früher regelmäßig gelesen habe – eine Rückschau auf eine alte Blogrolle eben.

Jetzt könnte ich natürlich alte Datensicherungen heraussuchen, denn auch meine ehemaligen Webseiten sind irgendwo auf CD-Rs oder DVD-Rs gesichert. Langer Suche kurzer Sinn:

Die Waybackmachine, das Internet-Archiv, kann das auch, und schneller!

Von meinem alten dyingeyes.de-Blog hatte ich schnell einen Stand von Oktober 2012 ermittelt, und auch die Blogrolle fand ich darin erhalten.

Kopiert, extrahiert und gestern Abend mal durchgeschaut. Ein ganze Menge der Blogs und Seiten von damals sind noch online, einige davon aber tot, andere sind aus der aktuellen Welt des WWW verschwunden – ganz so wie meine alten Blogs.

Einige davon allerdings, die heute noch aktuell bestehen, mag ich einfach mal hier posten, so als temporäre Blogrolle, weil in einem Tages-Artikel. Diese Blogs will ich weiter beobachten und habe sie in meinen Feedreader eingelesen.

Kottke.org übrigens ist eines der ältesten Blogs im Web, Jason Kottke kann als einer der Väter des Bloggens bezeichnet werden. Sein Blog umfasst nach eigener Beschreibung mehr als 26.000 Artikel zu allen erdenklichen Themen der (jeweiligen) Zeit.

Leider sind einige andere Blogs von amerikanischen Bloggern, die ich früher gerne gelesen habe, nicht mehr online oder längere Zeit schon nicht mehr aktualisiert worden. Das Web ist auch voller Leichen…

Und heute?

Das wirft die Frage auf: Wie sieht es mit heutigen Blogs aus? Blogs, die es noch nicht so lange gibt, Blogs von jüngeren Schreibern im Web… ja, Schreiben im Web, nicht Posten auf Facebook, Twitter, Instagram o.Ä.

Ein eigenes Haus im Großen Netz haben, etwas, wofür man verantwortlich ist, das einem gehört. Das einen darstellt, das etwas offenbart. Das für etwas steht.

Wie sieht’s aus?

4 Kommentare

      1. Exakt den Eindruck habe ich auch.
        Es gab eine Phase, da hätte ich beinahe das Blog an den Nagel gehängt, da meine Einträge ohnehin immer sehr kurz waren. Und dafür hätte dann auch Twitter ausgereicht.
        Was mich letztlich davon abgehalten hat, ist die Tatsache, dass ich in meinem Blog die Kontrolle über meine Inhalte habe.
        Own your content;)

  1. Hurra, wir leben noch!

    Warum liest man denn in letzter Zeit so oft, dass die Blogs doch noch nicht tot sind? Ich bin ja über deinen Kommentar bei mir auf deinen Blog gestoßen. Von Blogger zu Blogger, sozusagen.

    Das mit der Blogrolle ist tatsächlich ein Problem. Vor allem, wenn man keine Seitenleiste mehr hat. Ich habe das bei mir über den „Lesezirkel“ gemacht. Ich baue dort von ausgewählten Blogs den RSS-Feed ein und lasse meine Leser darauf los. (Iih, RSS, so was altes!!1!)

    Ich bin noch nicht durch, mal meine alten Leseempfehlungen in der Wayback Machine zu suchen. Aber eigentlich ist die Idee vom Horst ziemlich gut.

    Grüße
    Henning

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.