Merz und Trump – dieselbe Agenda?

“Die geistigen Urheber von Exzessen wie in den #USA sitzen längst in den Parlamenten, auch bei uns. In sozialen Medien tobt sich der Hass aus gegen alles, was dem Weltbild der Frustrierten von links und rechts widerspricht. Dann folgen Gewalttaten im realen Leben.“ ™ #MerzMail

https://twitter.com/hashtag/MerzMail?src=hash&ref_src=twsrc%5Etfw

(Hervorhebung in fett von mir)

Wichtig ist, das wirklich zu bemerken, diese Gleichsetzung von politisch Links und Rechts durch Friedrich Merz, wenn es um Extremismus geht. Es ist m.E. schon seit langem klare Agenda der Rechten im Lande, der CDU/CSU sowie der Sicherheitsbehörden, möglichst niemals den rechten Extremismus alleine anzuprangern. Es muss immer der linke Extremismus mit ins manipulative sprachliche Spiel gebracht werden.

Das ist Sprachregelung und politische Manipulation – und Friedrich Merz spricht das erstaunlich klar aus.

Denn Friedrich Merz nennt linken Extremismus in o.a. Twitter-Text nicht umsonst zuerst: Das ist eine klare Strategie, denn beim angezielten Publikum bleibt hängen (soll hängen bleiben), dass die Gewalt und der Hass vornehmlich von der linkextremen Seite ausgeht.

Die Agenda dahinter ist, den rechten Extremismus unbedingt auf dem jederzeit behaupteten Level von »Einzelfällen« zu halten, rechter Extremismus darf nicht als organisiert wahrgenommen werden. Das zieht sich durch den gesamten Umgang der CDU/CSU und der Sicherheitsbehörden (inkl. Polizei und Bundeswehr) mit den rechtsetremen Auswüchsen der letzten Jahre.

Bei Donald Trump sind die diesbezüglichen manipulativen Exzesse lediglich dreister und unverfrorener – der Unterschied im Ton zur Gleichsetzung im o.g. Merz-Zitat ist aber lediglich gradueller, nicht grundsätzlicher Natur.

Ein Kommentar

  1. Wenn Merz CDU-Vorsitzender und Kanzler werden sollte, hätte ich damit ein Problem. Vorsitzender kann er machen, Kanzler auf keinen Fall. Nicht nur, weil er dieses typisch konservative Relativieren von linker und rechter Gewalt praktiziert. Merz ist eine Flitzpiepe. Ich halte ihn nicht für fähig, das Amt des Kanzlers auszuüben. Wenn er allerdings CDU-Chef würde, könnte man die Profile aller politischen Parteien schärfen. Das wiederum käme der Demokratie insgesamt aus meiner Sicht zugute. Ich möchte mich lieber an einem Kerl wie Merz reiben, als weiter der voranschreitenden Polarisierung zuzusehen.

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