Infektiöse Zahlenspiele

Ich finde ja diese Zahlenspiele besonders putzig, wann sich während der Corona-Krise wieviele Personen aus wievielen Haushalten treffen dürfen. Das ist m. E. eher zufallsbestimmt, man muss halt irgendwelche personellen Größenordnungen festlegen.

Neuerlich hat der hessische Ministerpräsident Bouffier Folgendes vorschlagsweise für den März in Aussicht gestellt:

Es dürfen sich ab dann wieder bis zu fünf Personen aus maximal zwei verschiedenen Haushalten treffen.

Zwei Szenarien

Beispielhaft 1.

Ich treffe mich mit meinen Eltern und meinen Schwiegereltern. Das sind zusammen 5 Personen aus… 3 Haushalten

Nicht erlaubt!

Beispielhaft 2.

Ich habe heute früh auf dem Markt ein Paar mit zwei Kindern (15 und 17) kennengelernt und bin heute Nachmittag dort zu Hause zum Kaffee eingeladen. Macht 5 Personen aus 2 Haushalten.

Das ist erlaubt!

Was tun?

Rein von der statistischen Voraussage her müsste ich das zweite Szenario bevorzugen. Darauf basieren diese merkwürdigen krisenbedingten Begegnungsspiele: auf statistischen Voraussagen bezüglich des Infektionsgeschehens.

Trotzdem würde ich in der wirklichen Welt lieber das erste Szenario wählen, da hier doch ein gewisser Vertrauensvorschuss zugrunde liegt.

Allerdings, so fürchte ich, könnte das fatal enden – genau wie für die Familie, die sich nach der gestrigen Meldung über den Absturz eines Passagierflugzeugs entscheidet, den Urlaubsflug zu stornieren und stattdessen mit dem Auto an den Urlaubsort zu fahren.

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