Ein warmer Pullover


Nachdem jetzt der Betrag der »Gas-Umlage« bekannt ist und allen klar sein dürfte, dass unabhängig davon die Abschlagzahlungen für nahezu alle Heizgasbezieher deutlich steigen werden, und zwar längerfristig, werden viele in der Heizperiode konsequent auf behaglich beheizte Wohungen verzichten. Wozu hat man (hoffentlich) ein paar behaglich wärmende Pullover oder Sweatshirts im Schrank hängen? Da werden einfach die Thermostate so eingestellt, dass in Wohnzimmern nur noch auf 17-18 Grad geheizt wird, in den anderen Räumen darf es dann gerne noch etwas weniger sein.

Für irgendwelche Appelle wegen der Gefahr auskühlender Wände und bei Feuchtigkeit Schimmelbildung werden sich die Menschen nicht wirklich interessieren.

Apropos hohe Heizkosten…

Zu einem ziemlich großen Anteil zahlt die massiven Energiekosten-Erhöhungen für die Bürger wer?

Richtig: Der Einzelhandel!

Denn was viele Menschen bei knappen persönlichen Kassen für massiv erhöhte Energiekosten ausgeben müssen, landet nicht in den Kassen des Einzelhandels.


Eine Antwort zu „Ein warmer Pullover“

  1. In meiner Altbauwohnung habe ich schon manchen Winter auf diese Art geheizt, allerdings mit 19/20 Grad im Wohn-Arbeitszimmer, im zweiten Zimmer, Küche und Bad gar nicht. Abends dann die Tür zum Wohn-Schlafzimmer geöffnet, dass es auch dort etwas wärmer, aber nicht sooo warm wurde. Kein Schimmel, keine kondensierende Feuchtigkeit, trotz moderner Doppelglas-Fenster.

    Du hast recht, allgemeine Preiserhöhungen führen zu weniger Konsum. Das ist ja etwas, was wir eigentlich lange schon aus Klimaschutz-Gründen hätten machen sollen. Entbehrliches weglassen – wenn ich sehe, was Leute so alles kaufen, ist da noch eine dicke Speckschicht. Ob man diesen „Wohlstand“ für unverzichtbar hält oder nicht, ist auch eine Sache der persönlichen Einstellung (ich spreche nicht von den richtig Armen!), die sich auch ändern kann bzw. sich bereits ändert. Sparen kann auch „sportlich“ betrieben werden… 🙂

    Was das alles mit der Wirtschaft macht, die auf unendliches Wachstum angewiesen ist, werden wir sehen. Mir kommt es so vor, als zwingten uns jetzt die Umstände („perfekter Sturm“: Krieg, Klimawandelfolgen, Energiekrise, Inflation, Fachkräftemangel, Lieferkettenprobleme, Rohstoffmangel…) zu etwas, was wir durch rationales Handeln nicht schaffen, ja uns nicht einmal vorstellen können.


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