
Ich habe mich kürzlich mit einer Kollegin unterhalten über Erfahrungen unserer jeweiligen Kindheit. Essen, Mahlzeiten, die für uns gewöhnlich waren. Gute Erinnerungen (viele), schlechte Erinnerungen (wenige). Geschmackserinnerungen sind nach meiner Erfahrung im Leben äußerst beständig.
Ein Standard zum Mittagessen zum Beispiel war für mich von ganz früher Kindheit bis etwa zum fünfzehnten Lebensjahr Grießbrei mit Zimt und etwas Zucker. Wir sprachen darüber und sofort war die Geschmackserinnerung detailliert da. Auch die Erinnerung an Konsistenz und Mundgefühl.
Nach fünfzig Jahren ohne Grießbrei.
Gestern habe ich Grieß, Vollmilch 3,8% und Zimt gekauft und Grießbrei zubereitet. Als ich die Schüssel leer gegessen hatte, musste ich breit grinsen. Meine Erinnerung hatte mich nicht betrogen, es schmeckte genau so wie früher. Lediglich der Grieß ist wohl etwas feinkörniger als der, den Mutti damals immer gekauft hatte.
Griesbrei werde ich in nächster Zeit wohl etwas öfter machen. Immerhin habe ich noch 430 Gramm Grieß übrig, was für sechs Portionen reicht. Da könnte ich auch mal Obststückchen unterr
Schreibe einen Kommentar