Von dem ich übrigens nichts erwarte, schon gar nichts zum Besseren.
Mit dieser Formulierung schloss ich auf den Tag genau vor einem Jahr den resümierenden letzten Blogartikel 2024.
Tatsächlich hat mich diese Erwartung für 2025, die ich nicht hatte, nicht getrogen.
1.
Nach dem vorzeitigen Ende der sogenannten »Ampel«-Regierung, die dank der überflüssigsten und notorischen neoliberalen Quertreiber-Partei FDP (die damit den nicht nur intellektuellen Offenbarungseid leistete) eine wirklich miserable Bundesregierung war, hatten wir Bundestagswahl und anschließend und bis auf Weiteres nichts wirklich Besseres.
Vor allem haben wir seitdem den schlechtesten Bundeskanzler in der Geschichte der Bundesrepublik. Ich hätte in jüngeren Jahren niemals für möglich gehalten, dass ein so minderes Niveau in praktisch jeder denkbaren Hinsicht in diesem Amt möglich sein könnte. Wie man sich täuschen kann – denn schlimmer geht tatsächlich immer.
2.
Im Rest der Welt bestimmen weiterhin, verstärkt gar, eine ziemlich kleine Handvoll durchtriebener Arschlöcher die Geschicke. Seien sie superreich und/oder rechtsdrehend superdumm und pathologisch narzisstisch oder sonstwie außerordentlich »weird«.
3.
Fazitweise war ich einigermaßen erfolgreich in meinem Vorhaben für dieses Jahr, das politische Geschehen weniger an mich heran zu lassen und meinen Nachrichtenkonsum auf die kurzbündige Kenntnisnahme der Ereignisse zu beschränken.
Die handelnden Protagonisten werden weiterhin mit Kräften verhindern, dass die Welt ein besserer Ort wird. Und wir kleinen Tröpfe werden wohl auch weiterhin nichts daran ändern.
Und ich diskutiere mir über all das längst nicht mehr den Kopf heiß. Auch nicht hier im Blog. Ein paar angelegentliche Anmerkungen müssen wahrscheinlich auch 2026 reichen.
4.
KIs (Text-LLMs) bzw. ChatBots sind sturmartig angekommen. Und werden bleiben, in der einen oder anderen Form. Das ist gar nicht zu vermeiden und das ist OK so, denn es ist Zukunft.
Ob die momentanen Geschäftsmodelle nur eine gigantische Blase sind, deren Platzen wir bald erleben werden, weiß ich nicht. Immerhin wird im Moment ausschließlich Geld und Energie damit in Milliarden-Größenordnungen verbrannt, um eine halbe Handvoll Mulitimilliardäre noch reicher zu machen – mit den reinen Finanzmarkt-Geschäftsmodellen ihrer Unternehmen, die niemals echte Gewinne werden erwirtschaften können.
5.
Ich selbst beschäftige mich seit Jahresbeginn 2025 mit den kleineren Schwestern der KI-Welt, den bildererzeugenden text2image-Modellen. Allerdings beschränke ich mich auf die diesbezüglichen Errungenschaften der offenen und Open-Source-Welt (Stable Diffusion und Ableger, FLUX, Z-Image), die jeder Nutzer auch gegebenenfalls zu Hause auf einem geeigneten PC ausführen kann. Oder auf einer der zahlreichen Online-Plattformen, die größere Auswahlen von txt2img-Modellen gegen meist vertretbare Gebühren zur Bildgenerierung anbieten.
Das ist für mich eine gute Mischung aus Spaß und Lernen. Die Materie ist relativ einfach nutzbar und gleichzeitig schwierig zu verstehen, weil höhere Mathematik, worin ich leider nicht gut bemittelt bin. Aber es ist eine interessante Herausforderung, der ich mich auch 2026 gerne weiter stellen will.
6.
KI-Slop, KI-generierter Schrott, der sich Musik nennt, ist in der Musik angekommen, was nicht anders zu erwarten war angesichts einer Industrie, die sich weder für Musik noch für Musiker interessiert. Gar nicht. Wirklich, die Musikindustrie scheißt absolut auf Musik, und sie scheißt noch mehr auf Musiker. Ich glaube, es hat in der gesamten Wirtschaftsgeschichte keine Industrie gegeben, die so derart gewissenlos auf die ursprünglichen Gegenstände ihres Daseins scheißt wie die Musikindustrie. Ganz dicke stinkende Haufen.
Da kommt selbst die Branche der Literaturverlage nicht mit, obwohl sie sich redlich Mühe geben. Auch der Buchmarkt wird früher oder später von seinen eigenen Betreibern sehenden Auges mit KI-generiertem Buch-Schrott zugrunde gemüllt werden. Wartet es ab.
7.
Ich hatte und habe den Eindruck, dass die Bloggerszene Auftrieb hatte, und womöglich weiterhin haben wird. Ein paar neue aggregierende Blogdienste sind aufgekommen, ich bin mit im Boot. Das liegt sicher auch daran, dass eine ganze Reihe von Bloggern den sogenannten »Sozialen Netzwerken« mehr oder minder den Rücken gekehrt haben. Wie ich, der ich meine 2023 begonnenen Fediverse-Aktivitäten (Mastodon) kürzlich eingestellt und gekündigt habe.
Stattdessen lese ich mehr und öfter Blogs, das fühlt sich einfach besser an.
8.
Damit schließe ich. Mit herzlichem Dank an alle Leser und Kommentierenden hier in meinem Blögchen. Und an alle, die da draußen mit Eifer und Enthusiasmus bloggten und bloggen, so dass ich meine lesende und gelegentlich kommentierende Freude hatte und weiterhin haben werde. In 2026.
Schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins nächste Jahr wünsche ich EUCH ALLEN!

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