Melde mich auch nochmal zum Thema »KI« zum Bloggen nutzen, genauer, zum Schreiben von Blogartikeln. mkln.org sagt’s ganz kurz und knapp mit einem Zitat
If you’re not gonna bother writing it yourself, I ain’t gonna bother reading it myself.
Google-Übersetzer übersetzt so:
Wenn du dir nicht die Mühe machst, es selbst zu schreiben, werde ich es mir auch nicht durchlesen.
Ich würde so übersetzen:
Wenn du dir nicht die Mühe machst, es selbst zu schreiben, werde ich es mir auch nicht selbst durchlesen.
Das trifft es auch, wenn nicht sogar genauer, und es lässt die interessante Möglichkeit zu, bei eindeutig »KI«-unterstützt verfassten Blogbeiträgen selbst einen Chat-Papagei hinzuzuziehen, um mir den Beitrag interpretierend zusammenfassen zu lassen.
Anschließend die Software noch eine Bewertung formulieren lassen und selbst noch ein kurzes Fazit druntertippen.
Was spräche am Ende eigentlich dagegen, das ganze Gebilde als eigenen Blogbeitrag zu veröffentlichen?
Ich meine, gar nichts.
Es wäre ein interpretierender Sachbeitrag mit nachfolgender Bewertung und einem schließenden Fazit. Was braucht es mehr?
Aber der Gedanke enthält noch mehr Interessantes. Wie mkln.org in einem früheren Artikel schreibt, ist das Wesentliche an einem Blogartikel bekanntlich das persönliche Element. Die reine Sachinformation kann ich mir in der Regel auch aus Nachrichten-Angeboten zusammensuchen, wenn es mich wirklich interessiert. Das hat dann nichts mit Bloggen zu tun.
Das letzte persönliche Element in einem weitgehend »KI«- verfassten Blogartikel ist tatsächlich der Prompt (oder die Prompts)!
Im Prompt steckt der persönliche Impuls, die Idee zum Artikel, den der/die Blogger/in nicht selbst ausformulieren will.
Also tatsächlich:
Warum nicht den Prompt publizieren, der Leser kann damit einen Chat-Papagei eigener Wahl füttern?
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