Danke, dann halt nicht

Kürzer kann man es kaum ausdrücken:

Kürzlich habe ich online nach einer Kneipe in der Nähe gesucht – und reichlich Treffer gefunden, allerdings keine davon im öffentlich zugänglichen Web. Alle Läden hatten ihre Speisekarten, Öffnungszeiten und so weiter ausschließlich auf Facebook. Danke, dann halt nicht.

Zitiert aus: Gregor Honsel in Technology Review

Es scheint leider so, dass inzwischen sogar viele Gewerbetreibende Facebook mit dem Internet verwechseln und wie selbstverständlich davon ausgehen, dass es sowieso „jeder hat“. Dass sie dann dafür sorgen, dass potenzielle Kunden nicht den Weg zu ihnen finden, die sich lieber im Internet (WorldWideWeb) bewegen als in einem vergleichsweise kleinen proprietären „sozialen“ kommerziellen Netzwerk, scheint sie und ihre „Follower“ nicht weiter zu stören. Es ist dann für mich einfach so, wie Gregor Honsel schreibt:

Danke, dann halt nicht…

Für was steht Facebook?

Wenn ich bisher nicht schon genügend Gründe gehabt hätte, warum ich nicht Facebook-Mitglied bin, heute spätestens hätte ich einen unbestreitbar zwingenden Grund:

Ich werde niemals Mitglied einer Plattform sein, die ungehemmt und ungehindert Holocaust-Leugnern – miesesten Rassisten und Menschenfeinden – Platz und Publikationsforum bietet.

Eine Netzwerkplattform steht für mich immer und ausdrücklich dafür ein – sie macht sich im Grunde immer damit gemein – mit dem, was auf ihr publiziert wird.

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