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Die kluge Mehrheit

(Lesedauer: ca. 1 min)

Am vorgestrigen Samstag haben in Frankfurt anfangs rund 300, später dann bis zu 500 Personen (vorgeblich) gegen die Einschränkungen angesichts der Corona-Pandemie demonstriert.

Wie viele davon anteilig wortführende Rechtsradikale, Nazis, Verschwörungsesoteriker, sogenannte »Impfgegner«, »Reichsbürger«, andere Meinungs-Sonderlinge oder bloß irritierte Mitläufer waren, die glaubten, für irgendetwas Gutes einzustehen und nicht in Wahrheit für dumme Parolen, Lügen und verschwörerischen Schwachsinn, ist wohl nicht festzustellen.

Leider wurde in den Medien nicht die gute Nachricht vermittelt, dass sich ca. 99,95 % der demonstrationsfähigen Frankfurter Bevölkerung nicht an diesem hanebüchenen Aufmarsch beteiligt haben.

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Im lokalen Einzelhandel

(Lesedauer: ca. 1 min)

Da Saturn-Märkte auch wieder – mit Einschränkungen – geöffnet haben, wollte ich die Gelegenheit nutzen, mich zu meinem neuen PC mit einem neuen USB3-Hub auszustatten. Ich hatte gestern im Webshop der Kette geschaut und einige Modelle gefunden, die ich mir vor Ort gerne näher anschauen wollte, um mich dann für einen Hub zu entscheiden.

Nun, das war leider alles nicht so möglich, wie ich dachte. In Frankfurts MyZeil erreichte ich die Filiale rund fünfzehn Minuten nach morgendlicher Öffnung und musste feststellen, dass ich da schon ein gutes halbes Stündchen im Bereich vor einem der Eingänge hätte anstehen müssen, um die Filiale überhaupt betreten zu können. Ein vorübergehender Blick in einige Schaufenster zeigte mir zudem, dass lediglich die Hauptgänge und Bereiche vor (den wenigen) Infotheken frei gehalten waren. Alle Warenregal-Gänge waren mit Bändern abgesperrt. Ich hätte mich also innen noch einmal in einer Warteschlange anstellen dürfen und mir sicher nicht in Ruhe mehrere USB3-Hubs zur Entscheidung anschauen können.

Nein, so funktioniert das nicht.

Es wird also wohl noch eine längere Zeit dauern, in der ich lediglich in Supermärkten, Drogerien und Bäckereien vor Ort einkaufen und für alle anderen Erwerbungen den mir bekannten Onlinehandel frequentieren werde.

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Hiobsbotschaft x2

(Lesedauer: ca. 3 min)

Aufgrund von Zahlenangaben, die verschiedene Institutionen und/oder Personen gemacht haben, habe ich ein wenig gerechnet. Ich bin für gewöhnlich kein besonders guter Rechner, deswegen weist mich einfach darauf hin, wenn ich Unsinn gerechnet oder gedacht haben sollte.

1. Die Durchseuchung

Heute äußerte sich der Präsident des RKI, Professor Dr. Lothar Wieler, zum Stand der Entwicklung in Sachen Corona-Virus:

Erst wenn die sogenannte Durchseuchung der Bevölkerung bei 60 bis 70 Prozent liege, sei die Pandemie unter Kontrolle, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Derzeit liege man in Deutschland im einstelligen Prozentbereich.

https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-rki-103.html

Das hat mich veranlasst, ein bisschen zu rechnen, Zahlen gerundet:

Wir sind rund 83.000.000 Einwohner (EW). Davon haben sich bisher registriert infiziert: 160.000 EW. Ich haue einfach mal die dreifache Anzahl dunkelgeziffert oben drauf, dann sind es 640.000 EW.

Das entspricht 0,77 Prozent der Gesamtbevölkerung. Hierfür haben wir ziemlich genau zwei Monate gebraucht. Anfangs lag die Reproduktionszahl »R« noch ziemlich hoch (irgendwo bei 3?), inzwischen haben wir es geschafft, sie auf unter 1 zu drücken. Heute liegt sie wohl bei R=0,75. Wie dem auch sei, wir haben zur Zeit/inzwischen unter 1500 (registrierte) Neuinfektionen mit Covid-19 täglich. Ich haue auch hier einfach mal die dreifache Anzahl dunkelgeziffert oben drauf, dann sind es 6000.

Eine »Durchseuchung« der Bevölkerung von rund 65 Prozent (60-70 Prozent, siehe oben) bedeutete 53.950.000 EW, die infiziert gewesen sein müssen, damit die Pandemie unter Kontrolle wäre.

Bei der soeben angegebenen Neuinfektionsrate von 6000 EW pro Tag würde dieser Prozess (53.950.000/6000) 8992 Tage dauern. Das sind 24,6 Jahre. Äähhhh… ja.

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Kein Zusammenhang

(Lesedauer: ca. 1 min)

Das Handwerk will weniger Ausbildungsplätze anbieten. Das ist wohl eine Erkenntnis aus einer Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. Zur Begründung hat das Handwerk wahrscheinlich mal in die Krabbelkiste gegriffen und ist auf das Coronavirus gestoßen.

Andererseits wird ja vom Handwerk seit Jahren der sogenannte Fachkräftemangel beklagt. Aber was schreibe ich da von Dingen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben.

Von daher dürfte der angezeigte Verzicht auf Ausbildungsplätze gar kein Problem für die Zukunft des Handwerks in Deutschland darstellen. ok