Nerven gesägt

Da sitze ich am PC und schreibe einen Forenartikel und im Hintergrund hinter mir auf dem Fernseher läuft eine Doku über irgendwas in der Nazizeit. Ein Ausschnitt aus einer Hitler-Rede. Nach einer halben Minute des halböhrigen Mithörens:

Muss ich mir eigentlich das elende Gekrähe dieses Stücks Rotz anhören??

(Selbstzitat)

Pünktlichkeit, tödlich

Idee heute, etwas makaber:

Wenn man sich pünktlich vor dem Zug auf die Gleise wirft, liegt man nach der absurden Pünktlichkeitsideologie der Deutschen Bahn AG möglicherweise noch bis zu sechs Minuten sinnlos auf dem Gleis herum, bis einen der pünktlich eintreffende Zug überrollt.

Aber dann ist man mit absolut bahnuntypischer Zuverlässigkeit tot.

Kommentar von einem Forumskollegen:

Es soll Suizidanten geben, die auf den Schienen der Deutschen Bahn eines natürlichen Todes gestorben sind.


Danke, dann halt nicht

Kürzer kann man es kaum ausdrücken:

Kürzlich habe ich online nach einer Kneipe in der Nähe gesucht – und reichlich Treffer gefunden, allerdings keine davon im öffentlich zugänglichen Web. Alle Läden hatten ihre Speisekarten, Öffnungszeiten und so weiter ausschließlich auf Facebook. Danke, dann halt nicht.

Zitiert aus: Gregor Honsel in Technology Review

Es scheint leider so, dass inzwischen sogar viele Gewerbetreibende Facebook mit dem Internet verwechseln und wie selbstverständlich davon ausgehen, dass es sowieso „jeder hat“. Dass sie dann dafür sorgen, dass potenzielle Kunden nicht den Weg zu ihnen finden, die sich lieber im Internet (WorldWideWeb) bewegen als in einem vergleichsweise kleinen proprietären „sozialen“ kommerziellen Netzwerk, scheint sie und ihre „Follower“ nicht weiter zu stören. Es ist dann für mich einfach so, wie Gregor Honsel schreibt:

Danke, dann halt nicht…