20 Jahre!

Gerade lese ich drüben beim Horst, dass er nicht ohne Stolz sein zwanzigjähriges Blogger-Jubiläum begeht, da fällt mir — huch? — ein, dass bei mir ja genau dasselbe ansteht.

Ich blogge jetzt ebenfalls ziemlich genau 20 Jahre!

Nach etwas Recherche darf ich hier mal meinen Web-Werdegang darstellen:

Im Anfang…

Es war irgendwann etwa späte Mitte 1998, als ich mit meiner ersten Website online ging. Autodidaktisch hatte ich mir HTML und CSS beigebracht, und das war auch das Thema der

Webdesign-Tutorials. Was ich gelernt hatte, konnte ich ja anderen zur Verfügung stellen. Der sonderbare Domainname tut längst nichts mehr zur Sache, das stand einstmals für etwas…

Es wird dynamisch…

Gegen Mitte oder Ende 2000 hatte ich meinen Kenntnisstand um PHP und MySQL erweitert, zwei weitere Domains kamen hinzu:

Erstere sollte eine Bildergalerie werden, zum einen mit Ergebnissen meiner damals noch zahlreichen Fotoausflüge, zum anderen mit Bildwerken, die ich mit dem seinerzeitigen Landschaftsgenerator Terragen erstellt hatte.

Die andere Domain, dachte ich, könnte der Start einer privaten Kritikseite zu meinen bevorzugten Filmgenres Horror und Science-Fiction werden. Was allerdings nie über erste Startbemühungen hinaus reichte.

Stattdessen wurde dyingeyes.de etwa zum Jahreswechsel 2003/04 der Start meines Blogger-Daseins…

Bloggen…

Die Idee, ein eigenes Weblog (Weblog, das – also auch: Blog, das – nicht stussig: der) zu betreiben, hat wohl ihren Ursprung in irgendeinem Fachartikel in der ’ct oder Chip o.ä., ich weiß es nicht mehr. Jedenfalls hatte ich Lust, mehr und zu mehr Themen zu schreiben als bloß Horrorfilm-Kritiken. Irgendwann gegen Ende 2003 kam ich zu dem Schluss, dass ich die Bloggerei allerdings besser auf ein Blogsystem verlagern sollte, das von professionellerer Hand und Kopf programmiert und gepflegt wurde als mein eher hobbymäßiges Gebastele. Aufgrund des Tipps eines Freundes entschied ich mich für Noah Greys Greymatter, das ohne Datenbank auskam.

So wurde dyingeyes.de mein erstes Blog.

Im Frühjahr 2004 entdeckte ich schließlich WordPress, was mir sogleich standfester und zukunftsträchtiger erschien als Greymatter, also stieg ich um. Bereut habe ich diesen Schritt bis heute nicht.

In der Folge setzte ich augenstille.de ebenfalls auf WordPress um. Meine paar Webdesign-Turorials baute ich zu Blogartikeln um und verschob sie auf dyingeyes.de – und xpw18.de verschwand irgendwann 2005 von den Bildschirmen des Web.

Und Vereinfachen…

Rund zehn Jahre gingen ins Land, bis ich 2014 beschloss, meine Aktivitäten im Web in eine einzelne Bahn zu kanalisieren. Das Bildblog augenstille.de kam nicht so richtig vom Fleck bzw. stagnierte, und dyingeyes.de erschien mir nicht mehr als passender Titel für ein allgemeines themenunspezifisches Blog.

Ein weiterer Grund war, dass ich meine Webdesign-Aktivitäten längst auf ein Minimalmaß abgesetzt hatte, etwa am Übergang zu HTML5 und CSS3. Die Zeit meiner selbsgebauten WordPress-Themes war vorbei, WordPress war längst erwachsen geworden und deren ‚Macher‘ um Welten erfahrener und professioneller im Theme-Bau als ich.

Und so startete im April 2014 dieses Blögchen hier auf meiner Namensdomain

Diese Domain hatte ich (zum Glück) ebenfalls im Jahr 2000 registriert, bis dato aber nur als Domain für meine E-Mailadressen genutzt. Nun wurde sie zur Heimat all meiner Blog-Aktivitäten, die beiden anderen Domains leitete ich noch einige Zeit dorthin um, bis ich sie schließlich ganz aus dem Netz nahm und abgab. WordPress nutze ich seitdem weitgehend ‚out of the Box‘ und erreiche mein Wunsch-Layout mittels eher marginaler Anpassungen der Standard-Themes.

Und weiter…

So sind also seit dem Beginn dieses Blogs inzwischen auch schon zehn Jahre hingegangen, insgesamt sind es zwanzig Jahre. Auch wenn mein Bloggen nie die Intensität und Frequenz von Horst Schultes Aktivitäten erreicht hat, hat es vom Beginn bis heute immer Spaß gemacht – und es ist mir immer wichtig geblieben. Deswegen geht es weiter damit… …


Kommentare

2 Antworten zu „20 Jahre!“

  1. Glückwunsch zum Jubiläum. Was hat sich seit unseren Anfängen alles verändert? Vor allem, so empfinde ich es, geht die Zeit immer schneller vorüber. Die Technik hat sich unter WordPress so krass verbessert, dass man heutzutage auf die anfangs noch üblichen Performancebooster ganz verzichten könnte. Ich bin den Erfindern der Blogosphäre dankbar. Ohne diese phänomenalen technischen Grundlagen würde Bloggen nicht so viel Spaß machen, glaube ich. Auch das Theme- und Pluginangebot darf nicht vergessen werden.

    Ich hatte an anderer Stelle mal geschrieben, dass das Bloggen für mich eine Art Therapie darstellt. Das hat sich eher noch verstärkt. Bei den politischen Verhältnissen im Land komme ich ohne Ventil kaum noch aus. 🙂

    Hoffentlich haben wir noch lange Spaß daran.

  2. Richtig.

    Wo du es sagst, ja, wir sollten mal einigen der ersten Blogger bzw. Blogentwickler danken:

    Noah Grey mit seinem Greymatter war einer der allerersten, soweit ich weiß. Dann natürlich Matt Mullenweg für sein WordPress.

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