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Guter Kaffee – Oder lieber Starbucks?

(Lesedauer: ca. 1 min)

Gerade läuft auf Arte die Dokumentation über den Kaffee-Riesen Starbucks »Starbucks ungefiltert«. Hinterfragt wird das Geschäftsmodell insgesamt, das behauptete soziale Engagement, das Marketing, die Versprechen gegenüber den Kunden. Wesentlicher Teil des vom Konzern in Richtung seiner Kunden vermittelten Bildes ist der gesellschaftliche Wert, der damit verbunden sein soll, Kaffee von und bei Starbucks zu trinken – so etwa:

Du trinkst Starbucks Kaffee, weil du es dir leisten kannst. Es ist etwas Besonderes, es dir leisten zu können, Starbucks-Kaffee zu trinken.

Deswegen zahlen überzeugte Kunden auch ohne Weiteres den höheren Preis der Kaffees gegenüber anderen gastronomischen Kaffeeangeboten.

Ich kann dazu nur sagen:

Ich zahle noch mehr Geld für Kaffee. Ich trinke mehrere Sorten hochwertiger Kaffees im gelegentlichen Wechsel, wofür ich je Pfund Bohnen zwischen 11 und 15 Euro bezahle. Ich brühe selbst von Hand auf und nutze dazu hochwertiges Equipment u.a. von Hario.

Ich lege keinen Wert auf Kaffee-to-go, und gute Cafés verwenden gute Kaffees von ortsansässigen Röstereien. Dort bin ich gelegentlich gerne zu Gast.

Ich lege großen Wert auf hohe Kaffee-Qualität – die ich bei Starbucks sicher nicht bekomme – und ich bin froh, dass ich es mir leisten kann. Das ist für mich etwas Besonderes. Deswegen habe ich weder, noch werde ich jemals eine Starbucks-Filiale betreten.

Weil ich es mir leisten kann…

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Voraussetzungen

(Lesedauer: ca. 1 min)

Wir leben ja in der Gewissheit, dass alle Dinge so sind, wie sie sind: Ich gehe ins Kino, ich gehe ins Theater, ich gehe einkaufen, ich fahre tanken – alles funktioniert ganz selbstverständlich. Dass das immer Voraussetzungen hat, wird gar nicht wahrgenommen.

Patrick Larscheid, Leiter des Gesundheitsamts Berlin-Reinickendorf, im Interview mit dem Tagesspiegel, zitiert nach der FAS, 15. März 2020, Feuilleton S. 33

M.E. eine der klügsten Erkenntnisse, die in den letzten Wochen geäußert wurden.

Wir alle werden in der nächsten Zeit reichlich Gelegenheit haben, über Selbstverständlichkeiten einmal nachzudenken …