Wen interessieren schon junge Menschen… Wähler?

CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer jedenfalls nicht. Nicht, so lange sie nicht in der Lage sind, sich vor Manipulation aus dem Internet zu hüten und züchtig CDU zu wählen. Aber da offenbar viele junge Menschen längst nicht mehr bereit sind, die von der CDU verkündeten Botschaften und Aufrufe brav zu konsumieren und folgsam ihr Kreuzchen am rechten Fleck (am durch Kramp-Karrenbauer noch viel rechter gewordenen Fleck…) zu machen, bleibt nur übrig zu überlegen, wie man in Wahlkampfzeiten – also in den Zeiten zwischen (mindestens) zwei Wahlen – die Möglichkeiten, sich im Internet politisch auszudrücken und andere zu beeinflussen (ohoho!!), zu beschränken und zu zensieren.

Meinungsfreiheit muss spätestens im Wahlkampf eine berechenbare Grenze finden! Sonst bleibt den etablierten Parteien keine Möglichkeit, ihre inhaltsleeren Botschaften an die jungen Wähler zu bringen!

Wie schön waren die alten Zeiten, als man noch mit den ÖR TV-Sendern Übereinkunft erzielen konnte, mit Blick auf kabarettistische Sendungen in den Spätphasen der Wahlkämpfe willfährig Selbstzensur zu üben…

Danke, dann halt nicht

Kürzer kann man es kaum ausdrücken:

Kürzlich habe ich online nach einer Kneipe in der Nähe gesucht – und reichlich Treffer gefunden, allerdings keine davon im öffentlich zugänglichen Web. Alle Läden hatten ihre Speisekarten, Öffnungszeiten und so weiter ausschließlich auf Facebook. Danke, dann halt nicht.

Zitiert aus: Gregor Honsel in Technology Review

Es scheint leider so, dass inzwischen sogar viele Gewerbetreibende Facebook mit dem Internet verwechseln und wie selbstverständlich davon ausgehen, dass es sowieso „jeder hat“. Dass sie dann dafür sorgen, dass potenzielle Kunden nicht den Weg zu ihnen finden, die sich lieber im Internet (WorldWideWeb) bewegen als in einem vergleichsweise kleinen proprietären „sozialen“ kommerziellen Netzwerk, scheint sie und ihre „Follower“ nicht weiter zu stören. Es ist dann für mich einfach so, wie Gregor Honsel schreibt:

Danke, dann halt nicht…