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Hiobsbotschaft x2

(Lesedauer: ca. 3 min)

Aufgrund von Zahlenangaben, die verschiedene Institutionen und/oder Personen gemacht haben, habe ich ein wenig gerechnet. Ich bin für gewöhnlich kein besonders guter Rechner, deswegen weist mich einfach darauf hin, wenn ich Unsinn gerechnet oder gedacht haben sollte.

1. Die Durchseuchung

Heute äußerte sich der Präsident des RKI, Professor Dr. Lothar Wieler, zum Stand der Entwicklung in Sachen Corona-Virus:

Erst wenn die sogenannte Durchseuchung der Bevölkerung bei 60 bis 70 Prozent liege, sei die Pandemie unter Kontrolle, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Derzeit liege man in Deutschland im einstelligen Prozentbereich.

https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-rki-103.html

Das hat mich veranlasst, ein bisschen zu rechnen, Zahlen gerundet:

Wir sind rund 83.000.000 Einwohner (EW). Davon haben sich bisher registriert infiziert: 160.000 EW. Ich haue einfach mal die dreifache Anzahl dunkelgeziffert oben drauf, dann sind es 640.000 EW.

Das entspricht 0,77 Prozent der Gesamtbevölkerung. Hierfür haben wir ziemlich genau zwei Monate gebraucht. Anfangs lag die Reproduktionszahl »R« noch ziemlich hoch (irgendwo bei 3?), inzwischen haben wir es geschafft, sie auf unter 1 zu drücken. Heute liegt sie wohl bei R=0,75. Wie dem auch sei, wir haben zur Zeit/inzwischen unter 1500 (registrierte) Neuinfektionen mit Covid-19 täglich. Ich haue auch hier einfach mal die dreifache Anzahl dunkelgeziffert oben drauf, dann sind es 6000.

Eine »Durchseuchung« der Bevölkerung von rund 65 Prozent (60-70 Prozent, siehe oben) bedeutete 53.950.000 EW, die infiziert gewesen sein müssen, damit die Pandemie unter Kontrolle wäre.

Bei der soeben angegebenen Neuinfektionsrate von 6000 EW pro Tag würde dieser Prozess (53.950.000/6000) 8992 Tage dauern. Das sind 24,6 Jahre. Äähhhh… ja.

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Smartphone mit belegten Brötchen

(Lesedauer: ca. 1 min)

Der Kaufbelegzwang-Unsinn treibt eine neue Blüte:
Wie die Frankfurter Neue Presse heute schreibt, gibt es eine Beleg-App für Smartphones, mittels derer man über einen Scanner einen QR-Code einlesen kann, worauf der entsprechende Kaufbeleg kontaktlos aufs Smartphone übertragen wird. Belegpflicht des Händlers gesetzkonform erfüllt.

Dazu fällt mir eigentlich nur Folgendes ein:
Der Kauf zweier Brötchen (oder Croissants) ist für mich ein belegloser Vorgang. Unter gar keinen Umständen wird daran mein Smartphone beteiligt sein. Ich nehme dafür auch keinerlei Beleg in papierner Form entgegen. Der Bäcker wird also den Beleg ausdrucken müssen und anschließend wegwerfen dürfen, was den Thermopapier-Berg für meine zwei Brötchen bei jedem zukünftigen Kauf um ein paar Quadratzentimeter vergrößern wird.
Das Ganze ist ein politisch geschaffenes künstliches Problem, das völlig außerhalb meiner Verantwortung liegt und ich werde in keiner Weise an der Bewältigung von Umweltproblemen mitwirken, die man gar nicht ohne Not hätte schaffen müssen.

Ps. Ich bin mal gespannt, ob demnächst der eine oder andere Datenschutzexperte herausfindet, ob und wo überall hin diese App »Grüner Bon« ihre angesammelten Nutzerdaten zwecks werbewirksamer Auswertung »nach Hause telefoniert«…