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Freier behördlicher Datenzugriff

(Lesedauer: ca. 2 min)

Die persönlichen Angaben (Name, Adresse, Telefonnummer), die man in sogenannten Gästelisten beim Besuch gastronomischer Betriebe machen muss, dienen ausschließlich der (meiner) Information bzw. Inkenntnissetzung darüber, falls es in einem solchen Betrieb zum Auftreten einer Corona-Infektion gekommen ist. Darüberhinaus stehen diese persönlichen Daten jederzeit Polizeibehörden zu Ermittlungszwecken zur Verfügung.

Die Bundesländer haben in ihren Verordnungen zu den Gästelisten auf diesen zweiten Nutzungsfall der Daten nicht gesondert hingewiesen.

Die Rechtslage scheint aber eindeutig so zu sein, dass Polizeibehörden tatsächlich bei Ermittlungsarbeiten auf derartige persönliche Angaben von z.B. möglichen Zeugen zugreifen KÖNNEN.

Diese im Vorfeld nicht öffentlich zu Kenntnis gegebene (und schon mehrfach genutzte) Zugriffsmöglichkeit führt inzwischen offenbar zu Verstimmungen angesichts eines befürchteten Vertrauensbruches, der Gäste verunsichern dürfte, so dass sie womöglich zukünftig Falschangaben machen oder gar ganz auf Gastronomiebesuche verzichten könnten.

Ich sehe das für mich jedenfalls so:

Wenn ich in einem gastronomischen Betrieb solch ein Gästeformular ausfülle, dann erwarte ich, dass diese Angaben ausschließlich dem ursprünglich verordnungsweise ausgewiesenen Zweck dienen und NIEMAND sonst Zugriff darauf bekommt.

Sollte es jedoch, wie berichtet, andere interessierte Kreise geben (wer auch immer das sein mag, spielt überhaupt keine Rolle), die sich dieser Daten zu Zwecken welcher Art auch immer bedienen KÖNNEN, dann KANN ich schlicht und einfach bis auf Weiteres auf jeden weiteren Besuch gastronomischer Einrichtungen verzichten.

Nachtrag 03. August 2020

Auch heute wird über das angerichtete Dilemma berichtet. Ein Einsehen seitens der Politik ist bisher nicht zu erkennen. Eher wird das Vorgehen der Polizeien ausdrücklich befürtwortet.

Ich vermute, dass dieser »Mitnahmeeffekt« in Bezug auf diese analoge Vorratsdatenspeicherung durch gastronomische Betriebe durchaus erwünscht ist oder gar bei Beschlussfassung schon war.

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Wie ein Cockerspaniel

(Lesedauer: ca. 2 min)

Es gibt Situationen, da habe ich das Gefühl, in eben diesem Moment ein Hund, z.B. ein Cocker Spaniel zu sein.

Visualisiere einen Hund, dem du gerade versuchst, Einsteins allgemeine Relativitätstheorie in Grundzügen zu erklären. Du schaust ihm dabei tief in die Augen. Was zurückblickt, ist eine seltsame Mischung aus unbedingter Treue, der Frage, ob es jetzt Fresschen gibt und — Nichts. Leere. Dazwischen immer wieder phasenweise abschweifende Aufmerksamkeit.

Genau so fühlte ich mich gestern, während ich einen längeren einführenden Webartikel über Smart Home las.

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123456

(Lesedauer: ca. 2 min)

Tastatur_Symbolbild

Die Ziffernfolge 123456 ist der Deutschen liebstes und meistgenutztes Passwort, wie das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) ermittelte. Ich glaube, das war schon so, als Passwörter für Onlinezugänge eingeführt wurden. Näher liegend ist vielleicht noch password. Diese originelle Zeichenfolge rangiert auf Platz 5.

Wahrscheinlich benutzen die meisten Deutschen solch eine zuverlässig merkbare Zeichenfolge gleich für alle Onlinezugänge. Man hat ja nichts zu verbergen, und warum sollte ausgerechnet mich unbedeutende Person jemand online per Passwort- und Zugangsklau angreifen wollen.

Leider ist dieses gefährlich nachlässige Verhalten online schlichter Ausdruck des (selbstverschuldeten) Desinteresses, genährt aus (selbstverschuldeter) Ignoranz und Bequemlichkeit.

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Nichts zu verbergen?

(Lesedauer: ca. 1 min)

Jeder Mensch hat etwas zu verbergen. Wer etwas anderes behauptet, mit dem stimmt etwas nicht und man sollte sehr genau überlegen, welche Informationen man mit dieser Person teilt.

Mike Kuketz im Kuketz-Blog