Die Nebenan-Katze im Sack

Liebe Nachbarn in Bornheim,

wir sind eine Gruppe von Anwohnern, die ihre Nachbarn besser kennenlernen wollen und die Gemeinschaft untereinander stärken möchten. Hierfür haben wir online auf nebenan.de die Nachbarschaft ›Bornheim Süd‹ ins Leben gerufen:

Klingt ja erst einmal schön, aber…

Leider muss ich auch bei diesem in sich abgeschlossenen Netzwerk erst persönliche Daten abliefern (mich registrieren), bevor ich auch nur mal einen probeweisen Blick hineinwerfen kann, um mir ein Bild zu machen und mich z.B. zu vergewissern, dass dort tatsächlich Personen aus meiner Nachbarschaft als Mitglieder aktiv sind. Es ist wie bei Facebook o.ä.: der Inhalt des Kartons wird erst offenbart, wenn man selbst drin ist.

Schade eigentlich…

Ich glaube nun mal nicht einfach irgendwelchen für mich nicht verifizierbaren Werbebotschaften, die auf groß gedruckten DIN-A4-Zetteln in meinem Briefkasten landen.

Rentenreform – ein Signalwort

Bei den Spitzenvertretern der Bundesregierung kursiert wieder der Begriff »Rentenreform«. Das bedeutet erst einmal gar nichts weiter, als dass der Bundestagswahlkampf begonnen hat.

Darüber hinaus wird es bedeuten – sollten sich die Beteiligten nach (jetzt üblicherweise anstehenden) Monate dauernden kindischen Streitereien zu irgendeiner Neuregelung (»Reform«) durchringen können –, dass sich vor allem die Arbeitnehmer mit geringen Einkommen noch wärmer anziehen müssen.

Die große Panama-Einigkeit

Alle mehr oder minder Beteiligten (und Angesprochenen) sind sich offenkundig völlig einig – und sie ereifern sich geradezu, festzustellen, dass der Besitz oder das Betreiben einer »Briefkastenfirma« (in Panama oder sonstwo) nichts Illegales ist.

Das ist sicher völlig richtig.

Ich bin genauso sicher, dass in mindestens 99,99 Prozent aller Fälle die Motive oder die Veranlassungen, eine Briefkastenfirma zu betreiben, illegale Aktivitäten sind.

Angefangen bei Steuerbetrug…